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Über uns

Mein Team & Ich

Hendrike Weidemann mit Pferd und Hund

Ich lebe gemeinsam mit meinem Partner, meinen zwei Hunden Paul und Anton, und meinen Pferden Océano und Orfeu in der schönen Südpfalz. Als gebürtige Bremerin bin ich 2023 in den Süden gezogen, da ich einen Tapetenwechsel benötigt habe, nachdem ich 4 Jahre lang einen eigenen Pensions- und Ausbildungsstall geführt habe.

Mittlerweile unterrichte ich seit 10 Jahren (2014 habe ich angefangen); in dieser Zeit habe ich einiges gesehen, durfte viele Pferde arbeiten, Menschen bei der Ausbildung ihres Pferdes unterstützen und so manches erleben, was wiederrum zu Erkenntnissen führte. Eine Erkenntnis davon ist, dass gute Reiterei nichts mit einer bestimmten Reitweise zu tun hat, sondern mit der Einstellung zum Pferd, der Fähigkeit an sich selbst zu arbeiten und die Ausbildung, die biomechanisch sinnvoll für das Pferd ist. ...

Schon als kleines Mädchen haben mich Pferde fasziniert, sodass mein Opa mit mir im Alter von 5 Jahren zum Pony reiten ging. Mein erstes Pferd war ein Hannoveraner, der mich 2012 vor die Herausforderung stellte, ein junges Pferd auszubilden. Mit seiner Ausbildung habe ich gemerkt, wie viel Spaß ich an der Arbeit mit Pferden habe. Einige Zeit später fing ich dann an zu unterrichten.

Um mehr über meinen reiterlichen Werdegang zu erfahren, schaut bei dem Punkt Reiterliche Ausbildung vorbei.

Océano

Pferd Oceano mit Hendrike und Hunden
  • Rasse: Lusitano
  • Alter: 7 Jahre (geboren 2017)
  • Seit Januar 2021 bei mir

2013 sah ich, bei einem der ersten Seminarbesuche der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg, einen Lusitano in der Farbe Perlino. Neben der wunderschönen Farbe, hat dieses Pferd eine ganz besondere Ausstrahlung gehabt, die mich sofort gecatcht hat. Durch einen absoluten Zufall entdeckte ich 2020, kurz nach Weihnachten, auf ehorses genau so ein Pferd. Bei der Besichtigung war schnell klar, dass der Océano zu mir ziehen wird. Mit 3,5 Jahren habe ich ihn gekauft. Im Spätsommer '21 wurde er kurz an das Reitergewicht gewöhnt, eher spielerisch und sporadisch, da ich ihn als zu jung und unterentwickelt empfand. Trotzdem sollte er seinen Körper bereits am Boden kennenlernen. Die Zeit verfliegt so schnell, nun ist er schon 7 Jahre alt. ...

Mittlerweile gefällt er mir körperlich sehr gut, sodass wir uns nun vermehrt dem Reiten widmen, nachdem er sehr viel Grundlagenarbeit vom Boden erfahren hat und zwischendurch auch ein paar Trainingspausen hatte.

Océano ist ein charismatisches Pferd, dem Menschen unfassbar zugewandt, weshalb er mir stets alles recht machen möchte. Sein sensibles Wesen hält mich oft dazu an, in mich hineinzufühlen und alles um mich herum zu vergessen. Das erfordert sehr viel Selbstdisziplin und Fokus, im Gegenzug ist man jedoch eins mit dem Pferd in solchen Momenten. Auch auf Messen hat mich Océano begleitet und immer würdig vertreten. Ich bin einfach nur stolz und unfassbar froh, dieses Pferd in meinem Leben zu haben.

Orfeu

Pferd Orfeu auf der Koppel mit Hunden
  • Rasse: Lusitano
  • Alter: 6 Jahre (geboren 2018)
  • Seit Januar 2022 bei mir

Orfeu war ein kleines Überraschungspaket, denn er wurde mir zufällig von einer tollen Züchterin aus Portugal angeboten. Eigentlich hatte ich sie nach einem Pferd für eine Kundin gefragt. Orfeu war zwar nicht passend für meine Kundin, aber Océano stand als Hengst alleine, was für mich nicht langfristig in Frage kam. Kurze Zeit später entschloss ich mich dazu ihn zu kaufen. Wie bei den Lusitanos bekannt, dauert ihre Entwicklung ein wenig länger. Orfeu wurde tatsächlich erst mit fast 5 Jahren so richtig angefangen zu trainieren, da wir vorher bei konzentrierter Arbeit einfach nicht auf einen Nenner gekommen sind und ich merkte, dass er dafür mental noch nicht bereit war. Er hat dann noch viel Zeit mit Océano auf der Koppel bekommen. ...

Im Sommer '24 wollte ich ihn eigentlich einreiten, leider verletzte er sich dann am Sprunggelenk und das Anreiten musste erstmal verschoben werden. Dieses Jahr (Sommer '25) haben wir dann so langsam Richtung anreiten gearbeitet und nutzen nun den kommenden Winter, um das Reiten fest in den Trainingsplan zu etablieren.

Orfeu hat ein sanftes, soziales Wesen und sprüht vor Energie. Am liebsten schlägt er Kapriolen auf der Koppel, was vielversprechend für die Zukunft ist :-D! Er ist wie ein Border-Collie, immer an der Arbeit interessiert, und mittlerweile auch sehr fokussiert bei der Arbeit. Es brauchte ein wenig Zeit, bis wir zwei ganz zueinander gefunden haben, doch heute möchte ich ihn nicht mehr missen!

Trainingsphilosophie

Phylosophie klassische Reitkunst und Reittraining

»Das Pferd lehrt den Menschen Selbstbeherrschung, Konsequenz und Einfühlung in Denken und Empfinden eines anderen Lebewesens – es fördert also Eigenschaften, die für unseren Lebensweg außerordentlich wichtig sind. Ein wahrer Jünger der Reitkunst wird darüber hinaus durch den Umgang mit seinem Pferd lernen, dass nur die Liebe zum anderen Lebewesen und das gegenseitige Verstehen das Erreichen von Höchstleistungen ermöglichen.«

Pferde spiegeln jede unserer Facetten, sowohl die positiven, als auch die negativen. Bisher hat mich jedes meiner Pferde unterschiedliche Dinge gelehrt: Zu viel Ehrgeiz hemmt die Bereitschaft des anderen, augenscheinliche Unarten können Überforderung zum Ausdruck bringen, schaue also immer zweimal hin und hinterfrage deine Vermutung, nicht jeder kann das gleiche leisten und das Wertschätzung & Anerkennung das Pferd um 200% wachsen lassen.

Der Fokus bei der Ausbildung von Pferden liegt für mich auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Es verliert seinen Stolz und Anmut. Mit der Übertragung der Verantwortung für sich und für den Menschen, schreibe ich dem Pferd das höchste Vertrauen zu; ich gebe mein Leben in seine Obhut. Gleichzeitig lasse ich dadurch ein selbstbewusstes und stolzes Tier heranwachsen. Dieses möchte dem Menschen gefallen, was wiederum zu einer hohen Leistungs- und Lernbereitschaft führt. Im Gelände wird es selten so kopflos, dass es den Reiter auf sich vergisst. ...

Stets gebe ich dem Pferd das Versprechen, es nie über seine Möglichkeiten zu belasten oder gar auszunutzen, da ich seine Grenzen kenne. Im Gegenzug erwarte ich, dass mein Pferd niemals mutwillig gegen mich arbeitet. Wie Herr Podhajsky so schön beschreibt, nur mit Liebe und Verständnis kann aus zwei Lebewesen eine feste, stabile Einheit werden.

Ein für mich sehr wichtiger Punkt ist die Toleranz anderen gegenüber. In der Reitwelt bzw. in einigen Reitweisen wird leider nur wenig toleriert, nach rechts und links schauen gehört sich nicht und Schubladendenken ist usus. Genau das möchte ich nicht vermitteln!

Natürlich habe ich meine eigene Philosophie, geprägt durch eigene Erfahrungen, Ideen, Wissen und Überzeugungen. Trotzdem möchte ich nie an den Punkt kommen, anderen Ausbildungsweisen nicht offen gegenüber zu sein. Es führen viele Wege nach Rom, für manche Menschen beinhaltet ein Weg viele Umwege, weil sich an einigen Kreuzungen ein bestimmter Weg als sinnvoller erwiesen hat. Wenn aber Rom ein Synonym für ein faires und gesund gearbeitetes Pferd ist, dann ist der Weg den wir nach Rom gewandert sind zweitrangig oder?

In diesem Sinne bin ich allen Reitweisen gegenüber offen, solange wir Pferde nicht misshandeln um Erfolg zu haben und auf das Wohlergehen des Tieres bedacht sind. Ich unterstütze jeden gern, der an einer Kreuzung steht und nicht weiß wohin ;-)

Ausbildung & Weiterbildung

Seminare:

  • Gebisskundeseminar Bückeburg
  • Reitseminar – Thema Seitengänge
  • Reitseminar – Pferde motivieren
  • Reitseminar – Versammlung & Piaffe
  • Reitseminar – Jungpferde-Ausbildung

Reitunterricht bei:

Konstanze Kopta
Stefanie Seebauer
Fürstliche Hofreitschule Bückeburg
Diana Krischke
Sabine Oettel
Marius Schneider
Stephan Fischer
Arne Koets
Arien Aguilar
Alex Zell (Bosal, Rinderarbeit)
Jeff Sanders (Bosal, Cattle Work)

Wichtige Lektüren zur Pferdeausbildung:

  • Méthode d’Équitation – Francois Baucher
  • Pferde schulen an der Hand – Richard Hinrichs
  • Vollendete Reitkunst – Udo Bürger
  • Motivierte Pferde – Nathalie Penquitt
  • Barockes Reiten nach de la Guérinière – Branderup
  • Academic Equitation – General Decarpentry
  • Die Freizeitreiterakademie – Claus Penquitt
  • Renaissance Reiten – Antoine de Pluvinel / Branderup
  • Feines Reiten – Jean Claude Racinet
  • Du entscheidest – Christin Krischke
  • 30 Jahre mit Nuno Oliveira – Michel Henriquet
  • Zu Hause bei Nuno Oliveira – Eleanor Russell
  • Von der Koppel bis zur Kapriole – Waldemar Seunig
  • Die edle Kunst des Reitens – Manoel Carlos de Andrade